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Insekten im Ausland: Malaria, Dengue Fieber & Gelbfieber

Gefährliche Insekten in den Tropen, welche Schutzimpfung ist wichtig?

Wichtig bei Reisen in die Tropen: Gelbfieber und Denguefieber ImpfungInsekten stellen für Auslandsreisende, die in tropische oder subtropische Gebiete reisen, ein reales Problem dar. Die Stiche vieler Insekten rufen unangenehmen Juckreiz oder gar Schmerzen hervor. Teilweise treten Schwellungen und Hautrötungen auf, die jedoch lokal begrenzt sind. Sie können mit entsprechenden Salben behandelt werden. Bei Reisenden mit bekannten Allergien gegen Insektenstiche sollte ein Antiallergikum auf der Reise mitgeführt werden. Kritisch wird es bei Stichen, die von Insekten hervorgerufen werden, die als potentielle Krankheitsüberträger gelten. Ihr Hausarzt gibt Ihnen hierzu sicherlich gerne und kompetenet Auskunft.

 

Drei Erkrankungen sind besonders hervorzuheben:

1. Malaria:

Malaria ist die am meisten verbreitete Tropenkrankheit, die durch einen Insektenstich hervorgerufen werden kann. Als Überträger gilt die Anopheles-Mücke. Sie ist vor allem in den Abendstunden, sowie in der Nacht aktiv. Krankheitserreger ist jedoch nicht die Anopheles-Mücke, sondern ein Parasit der Gattung Plasmodium. Als Inkubationszeit ist ein Zeitraum von einer Woche bis zu mehreren Monaten zu erwarten. Infizierte zeigen vor allem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, sowie Schwäche, Erbrechen und eine Reihe weiterer Symptome. Schutz bietet eine Malariaprophylaxe, die meist in Form von Tabletten verabreicht wird und während der Reise in regelmäßigen Abständen einzunehmen ist.

 

Des Weiteren ist ein Schutz gegen Mücken angebracht. Dieser kann aus einem Anti-Mücken Mittel, langer Kleidung oder Moskitonetzen bestehen. Am wirkungsvollsten ist eine Kombination dieser Vorsorgemöglichkeiten. Beim Schlafen unter Moskitonetzen sollte zusätzlich lange Kleidung getragen werden, da die Stechmücken vereinzelt in der Lage sein können durch das Netz hindurch zu stechen.

 

Eine Impfung gegen Malaria existiert nicht.

 

 

Um sich vor Malaria zu schützen sind deshalb zwei Dinge zu beachten:

 

A) Vermeiden Sie Mückenstiche: Tragen Sie Kleidung, die Mückenstiche nicht zulässt und verwenden Sie zur Nachtruhe ein Moskitonetz, welches genügend Abstand zu Ihrem Körper hat, und tragen Sie insektenvertreibende Lotionen auf Ihre Haut auf. Erledigen Sie bereits in den Schlafraum eingedrungene Moskitos mit einem geeigneten Insektenspray oder einer Fliegenklatsche.

B) Chemoprophylaxe: Diese erhalten Sie beim Arzt Ihres Vertrauens. Hierbei wird die Substanz Chloroquin zur Basisprophylaxe eingesetzt. Mit der Malaria-Prophylaxe wird in der Regel 1 Woche vor Reiseantritt begonnen. 1 x wöchentlich (immer am selben Wochentag!) müssen 300 mg Chloroquin (ausgehend von einem Erwachsenen mit ca. 60 kg Körpergewicht, bei schwerern Menschen entprechend höher dosiert) eingenommen werden. Nach der Reise wird diese Prophylaxe noch 4 Wochen lang fortgesetzt. Lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt näher hierzu beraten und befolgen Sie seine Anweisungen.

2. Denguefieber:

Die zweite, durch Insekten übertragende Krankheit ist das Denguefieber. Verursacht wird es durch einen Stich der Aedes-Stechmücke, über den das Virus übertragen werden kann. Im Gegensatz zur Anopheles-Mücke sind die Aedes-Stechmücken vorwiegend tagaktiv. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen. Das Denguefieber ist vor allem in Zentral- und Südamerika, in Südasien und Afrika verbreitet. Vorwiegend tritt Denguefieber in Regionen unter 600 m auf. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 7-10 Tage. Es zeigt sich durch hohes Fieber, sowie sporadisch durch einen Hautausschlag. Vor allem treten jedoch starke Muskelschmerzen auf. Analog zur Vorbeugung gegen Malaria gilt auch hier vor allem ein ausreichender Schutz vor Mückenstichen.

3. Gelbfieber:

Das Gelbfieber stellt die dritte Erkrankung dar, die von Stechmücken übertragen werden kann. Erreger dieser Viruserkrankung ist ein Arbovirus. Die Gefahr einer Ansteckung besteht in Teilen Afrikas, sowie in Zentral- und Südamerika. Das Virus wird durch einen Stich der Mücken von Affen auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich. Die Hauptaktivität der Mücken ist in den Tagesstunden. Bis zu einer Höhenlage von 2500m besteht ein Ansteckungsrisiko. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage. Symptome zeigen sich durch Fieber und allgemeine Schwäche. Danach kann es rasch zu Organschädigungen kommen. Es sind jedoch, wenn auch in geringer Anzahl, symptomfreie Verläufe bekannt. Gegen Gelbfieber existieren keine speziellen Medikamente. Es erfolgt eine generalisierte Intensivbehandlung. Schutz bieten vor allem die oben genannten Prophylaxe Maßnahmen.

 

Gegen Gelbfieber existiert ein Impfstoff, der mindestens 10 Tage vor der Auslandsreise verabreicht werden sollte. Der Schutz hält 10 Jahre vor. Die Impfung wird teilweise als Voraussetzung angesehen und kann bei Nichteinhaltung zu Einreisebeschränkungen führen.

 

Weiterführender Surftipp: Welche Reiseschutzimpfungen in den jeweiligen Ländern sonst noch anzuraten bzw. gängig sind, erfahren Sie unter folgendem Link: zur Übersicht von focus.de >>

 

 

Bildquelle: © pixabay.com